Talking about…MASKNE

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Foto: Anna Shvets / Pexels

Nein, es handelt sich hier nicht um einen Tippfehler. Maskne ist eine Wortkombination aus Akne und jener Maske, ohne die heute keiner mehr das Haus verlässt. Und sie ist ziemlich nervig 

Das Unwort des Jahres 2020 lautet Corona-Pandemie. Platz zwei belegt Lockdown, Platz drei die Verschwörungs-erzählung. Doch was den Beauty-Jargon angeht, gibt es einen ganz anderen Spitzenreiter. Und der lautet Maskne. Gemeint ist damit ein Zustand der Haut, den wahrscheinlich schon viele von uns im eigenen Spiegelbild entdecken konnten. Irritationen, Unreinheiten und fette Pickel, die sich in genau der Region befinden, wo wir die Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dermatologen sprechen von einer neuen, maskenbedingten Form der Akne, kurz Maskne. Ursache der Maskne sind mehrere Faktoren, die hier zusammenspielen. Wo die Maske aufliegt, kommt es auf der Haut zu einer mechanischen Reibung. Das Material scheuert zwar nur leicht über das Gesicht, aber für die sensiblen Partien ist das schon zu viel. Gerade an Kinn, Wangen und Nasenrücken kann die Reibung der Hautbarriere schaden, was ihre natürliche Schutzfunktion angreift. Weist die Barriere Lücken auf, können Schmutz, Bakterien und Keime leichter in die Haut eindringen.

Das feuchtwarme Milieu, das durch den Stau der Atemluft unter der Maske entsteht, begünstigt diesen Prozess zusätzlich. Kommt die Haut ins Schwitzen, spricht man von der Mazeration – dem Aufquellen der Hornschicht. Und auch das schadet der Hautbarriere. Infolgedessen kommt es zu Entzündungen, die wiederum zu kleinen Hübelchen bis hin zu großen Pickeln führen können. Ist die Haut von Haus aus ölig oder fettig, beschleunigt das ebenso die Prozesse, wie wenn die Haut trocken ist und deshalb schneller rissig wird.

Die alles entscheidende Frage ist also, wie man Maskne verhindert. Zum einen hilft es auch hier, die Mund-Nasen-Bedeckung mehrmals am Tag zu wechseln. Spätestens wenn sie sich feucht anfühlt, sollte eine andere verwendet werden. Wer gern Stoffmasken trägt, muss beim Waschen auf milde Produkte setzen und auf Weichspüler verzichten.

Zweiter wichtiger Punkt ist eine gründliche Gesichtsreinigung. Und das nicht nur morgens und abends, sondern am besten auch immer, wenn wir nach Hause kommen und die Maske absetzen. Schonend und trotzdem effektiv ist ein Mizellenwasser, das man auf ein Wattepad gibt. Die damit gereinigte Haut muss danach noch mit klarem Wasser abgespült werden, damit die Tenside nicht auf der Haut bleiben. Für den Abend nimmt man dann einen Cleanser mit Glycol- oder Salizylsäure, der porentief reinigt. In Step zwei folgt ein Toner, der den pH-Wert der Haut wieder neutralisiert. Die Pflege sollte leicht sein und dank Panthenol oder Ähnlichem beruhigend wirken. Um die Entzündungen und Pickel partiell zu behandeln, eignen sich Produkte mit Wirkstoffen wie Zink oder Azulen, die gezielt aufgetupft werden können.